Köln,
28
September
2016
|
00:00
Europe/Amsterdam

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu Gast im Tagebau Hambach

Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat sich heute im Tagebau Hambach über den aktuellen Stand von Braunkohlengewinnung und Rekultivierung informiert. Mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der RWE AG, Rolf Martin Schmitz, und dem Vorstandsvorsitzenden der RWE Power AG, Matthias Hartung, diskutierte Hannelore Kraft aktuelle energiepolitische Themen auf Landes- und Bundesebene. Auch ein Gespräch mitdem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Harald Louis und der örtlichen Betriebsratsvorsitzenden Barbara Lacroix-Kratz stand auf dem Programm.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: „NRW ist Energie- und Industrieland, das auf Versorgungssicherheit und bezahlbare Energie angewiesen ist. Ich setze mich dafür ein, dass das so bleibt. Mit der Leitentscheidung hat die Landesregierung der Braunkohle eine klare Perspektive gegeben, die der Bedeutung der Braunkohle für eine sichere Energieversorgung gerecht wird. Die Menschen im Revier erwarten zu Recht Verlässlichkeit. Der bereits begonnene Strukturwandel muss weiter ohne soziale und ökonomische Brüche gestaltet werden. Hieran müssen das Unternehmen und die Bundespolitik aktiv mitwirken.“

Rolf Martin Schmitz
Die Braunkohle ist eine wichtige Säule für die Energieversorgung und damit auch für die Energiewende. Wir freuen uns, dass die Ministerpräsidentin mit ihrem Besuch die Bedeutung des heimischen Energieträgers für unser Land unterstrichen hat.
Rolf Martin Schmitz
Matthias Hartung
Wir danken Hannelore Kraft im Namen der ganzen Mannschaft, die hier im rheinischen Revier für eine sichere Stromversorgung arbeitet. Es ist ein großes Zeichen von Wertschätzung, wenn sich die Ministerpräsidentin selbst vor Ort ein Bild von der Tätigkeit der Bergleute macht.
Matthias Hartung

Mit der Braunkohle aus dem Tagebau Hambach erzeugen die RWE-Kraftwerke fast 15 Prozent des nordrhein-westfälischen Stroms. Matthias Hartung machte zudem erneut deutlich, dass RWE die Leitentscheidung zumTagebau Garzweiler II vom Sommer grundsätzlich begrüße, da sie die energiewirtschaftliche Erforderlichkeit des Braunkohleabbaus für die Zeit nach 2030 feststelle. Zwar wird der Tagebau Garzweiler II verkleinert, die Tagebaue Inden und Hambach werden gleichzeitig in ihren genehmigten Abbaugrenzen aber erneut bestätigt.

Harald Louis, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der RWE Power, hob hervor: „Für die Kolleginnen und Kollegen ist es ein wichtiges Zeichen, dass die Ministerpräsidentin zu uns gekommen ist.“ Es sei zudem positiv, so Louis, dass die Beschäftigten wie auch die Region, ihre Bürger unddas Unternehmen mit der Leitentscheidung Planungssicherheit erhalten hätten. Louis weiter: „Die Braunkohle leistet schließlich nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit, sondern auch zur Emissionsminderung.“

Bereits bis 2020 werden die CO2-Emissionen aus Braunkohle um 15 Prozent gegenüberheute sinken. Bis 2030 beträgt die Minderung bereits 40 Prozent bis 50 Prozent. Etwa Mittedes Jahrhunderts werden dann auch die letzten Tagebaue ausgekohlt sein, so dass der Fahrplan für die rheinische Braunkohle im Einklang mit den nationalen und europäischen Klimaschutzzielen steht.